(PW Vennebeck) In den Abendstunden des 18.09.2020 gegen 21.47 Uhr  wurde die Feuerwehr Porta Westfalica in den  Stadtteil Vennebeck gerufen. In der Hebbelstraße bei der Firma Müther wurde ein Brand im Bereich der Lagerhalle gemeldet. In diesem Bereich lag auch ein für Lackierungszwecken genutzer Raum des zu dieesem Zeitpunkt stillgelegten Möbelwerkes. Hier waren zu diesem Zeit des Brandausbruch 3 Arbeiter beschäftigt, die sich rechtzeitig in Freie retten konnten.


Fast alle Löschgruppen der Feuerwehr Porta Westfalica waren zu diesem Einsatz alarmiert worden. Dies waren die Löschgruppen Holtrup-Vennebeck-Costedt, Holzhausen, Veltheim-Möllbergen, Hausberge, Barkhausen, Neesen-Lerbeck, Lohfeld, die hauptamtliche Wache Hausberge, wasserführende Fahrzeuge der Gruppen Eisbergen und Kleinenbremen. Zudem wasserführende Fahrzeuge aus Bad Oeynhausen und Minden. Zudem der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Minden. Die Löschgruppe Nammen wurde zur Besetzung der Wache alarmiert um den Grundschutz zu sichern.

Bereits bei der Anfahrt waren die Flammen im Dachbereich zu erkennen. Der hintere Gebäudeteil befand sich im Vollbrand. 93 Einsatzkräfte unter Einsatzleiter von Andreas Korff hatten alle Hände voll zu tun. 10 Personen, die sich in benachbarten Gebäuden befanden, wurden unverletzt in Sicherheit gebracht und kurzzeitig vom Rettungsdienst mit Verdacht der Rauchgasvergiftung behandelt. Verletzt wurde jedoch niemand.

Nicht ausreichend war die Löschwasserversorgung über das vorhandene öffentliche Netz. Daher wurde ein Pendelverkehr mit den Wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet. Die Möglichkeit der Wasserentnahme aus der nahgelegenden Weser wurde kurzzeitig erwogen, dann jedoch verworfen.

Von 3 Seiten gingen die Einsatzkräfte vor, die Ausbreitung auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Die in Stellung gebrachte Drehleiter bekämpfte den Brand von oben.  Teile des Hallendaches stürzten ein und begrub die darunter gelagerten Paletten. Einige Glutnester befand sich dann unter der eingestürzten Wellblech-Dachkonstruktion.

Nachdem man das Feuer unter Kontrolle hatte und festgestellt war, das von einstürzenden Dachteilen keine Gefahr mehr ausging, konnten Atemschutztrupps zum Innenangriff vorgehen.

Mit einem Schaumteppich flutete man den gesamten Innenbereich und bracht so die letzten Glutnester zum ersticken. Zu diesem Zeitpunkt wurden einige Einheiten aus dem Einsatzgeschehen entlassen. Gegen 2.00 Uhr  konnte dann "Feuer aus" gemelden werden. Eine Brandwache wurde eingerichtet. Am Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr wurde die Feuerwehr dann nochmals zum Einsatzort gerufen um notwendige Nachlöscharbeiten durchzuführen. Dies zog sich bis in die Nachmittagsstunden des Samstag hin.
 
Über die Schadenshöhe und Ursache des Brandausbruches lagen an dieser Stelle noch keine Erkenntnisse vor.

Während des Einsatz in Vennebeck kam es zeitgleich zu einem Brandeinsatz in Barkhausen. Strohballen in der Nähe des Klinikums hatten hier Feuer gefangen. Dieser Einsatz wurde von der Löschgruppe Nammen abgearbeitet.


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