Porta Westfalica/BAB2. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica wurde am Mittwoch, 24.01.2018, gegen 04:30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 2, Fahrtrichtung Hannover, alarmiert. Hier waren 2 PKW und ein LKW verunfallt, dabei wurde der Fahrer eines PKWs schwerverletzt. Der LKW durchschlug die Mittelschutzplanke und stürzte auf die Gegenfahrbahn.

Die Unfallstelle lag etwa 1000m hinter der Auffahrt Vennebeck in Fahrtrichtung Hannover. Die gesamte Einsatzstelle erstreckte sich über ca. 300m, die Fahrzeuge waren über diese Strecke verteilt. Laut Pressemitteilung der Polizei war ein schwarzer BMW mit Herforder-Kennzeichen ins Schleudern geraten und gegen einen polnischen Sattelzug geprallt. Im weiteren Verlauf kollidierte er noch mit einem weissen VW-Sharan mit Dortmunder Kennzeichen. Die Leitplanke am rechten Fahrbahnrand war auf der gesamten Strecke zerstört. Der BMW war über die Leitplanke geflogen und mit einer Lärmschutzwand kollidiert, von dort prallte er zurück auf die Fahrbahn und blieb auf dem mittleren Fahrstreifen auf dem Dach liegen.

Der Fahrer des BMWs erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen, bei Eintreffen der Rettungskräfte lag er außerhalb des Fahrzeugs und wurde durch Ersthelfer versorgt. Er wurde vor Ort notärztlich versorgt und ins Klinikum Minden transportiert.

Im Verlauf des Unfalls wurde bei dem VW Scharan die hintere, rechte Tür abgerissen. Das Fahrzeug kam hinter dem BMW auf dem linken Fahrstreifen zu Stehen. Im Fahrzeug befanden sich 2 Erwachsene und 3 Kinder. Der Fahrer wurde leicht verletzt, seine Frau und die 3 Kinder blieben unverletzt. Alle Airbags hatten im Fahrzeug ausgelöst, die Familie wurde vor Ort rettungsdienstlich versorgt und ebenfalls ins Klinikum Minden transportiert.

Der polnische Sattelzug driftete nach dem Zusammenstoß nach links und schlug in der Mittelschutzleitplanke ein. Das Führerhaus lag auf/in der Mittelschutzleitplanke, der Auflieger lag über 2 Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Dortmund. Die Ladung hatte sich auf der Fahrbahn verteilt und lag bis auf den Standstreifen. Der LKW war mit Artikeln für eine Discounter-Kette beladen (Bettbezüge, Schneidebrettchen, Kinderspielzeug usw). Die Zugmaschine war schwer beschädigt worden, der Motorraum war aufgerissen - Öl hatte sich auf den Fahrbahnen verteilt. Die Dieseltanks waren ebenfalls leck geschlagen. Der LKW-Fahrer konnte sein Fahrzeug unverletzt aus eigener Kraft verlassen.

Trotz des Unfalls fuhren LKW und PKWs an dem verunfallten Sattelzug vorbei und verteilten Ladung und ausgetretene Betriebsmittel weiträumig. Nach Eintreffen der Rettungskräfte erfolgte eine Vollsperrung für beide Richtungsfahrbahnen. Der Rettungsdienste versorgte die verletzten Personen, die Feuerwehr sicherte die weitläufige Einsatzstelle ab und leuchtete diese aus. Die Dieseltanks wurde notdürftig abgedichtet, weiter auslaufende Betriebsmittel wurden in Wannen aufgefangen und umgefüllt. Außerdem wurden größere Mengen Bindemittel aufgebracht um die Betriebsmittel zu binden.

Die Autobahnmeisterei (Straßen-NRW), Bergungsunternehmen und die untere Wasserbehörde wurden zur Einsatzstelle beordert. Nach Abschluß der feuerwehrtechnischen Arbeiten wurde die Einsatzstelle gegen 09:15 Uhr an die Polizei übergeben. Die Unfallfahrzeuge (PKWs) wurden bereits durch Bergungsunternehmen geborgen. Die Bergung des LKWs gestaltet sich schwierig, er muss entladen und aufgerichtet werden. Diese Arbeiten hat ebenfalls ein Bergungsunternehmen übernommen. Zur Reinigung der Fahrbahn von dem massiven Ölfilm wurde ein Spezialunternehmen beauftragt. Die Vollsperrung besteht aktuell noch, im Stadtgebiet kommt es zu größeren Verkehrsbehinderungen.

Einsatzleiter: Gregor Preußer, Einsatzende 09:15 Uhr, eingesetzte Kräfte: Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, Ehrenamtliche Löschgruppen: Holzhausn, Holtrup-Vennebeck-Costedt, Hausberge (Wache besetzen), Einsatzführungsdienst, Einsatzdokumentation. 2 Rettungswagen, 1 Notarzt.

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