Rückblick: ABC Einsatzübung bei Spedition Meyer Jumbo in Nammen
Porta Westfalica Nammen / Kleinenbremen. Am 20.06.2025 fand eine Einsatzübung zum Fachthema „Gefahrstoffaustritt“ statt. Bei einer ortsansässigen Spedition wurden im Rahmen des Übungsszenarios ein Gefahrstoffaustritt in einer Lagerhalle mit Personenschaden simuliert. Bei der Übung sollten insbesondere die Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen der hauptamtlichen Wache und den ehrenamtlichen Kräften sowie der CBRN-Erkunder-Bereitschaft gefestigt werden.
Nachdem das Übungsszenario im inneren einer der örtlichen Lagerhallen vorbereitet war, wurden die „Alarmierung“ der Kräfte zeitlich versetzt so vorgenommen, dass die Eintreffreihenfolge in etwa den realen Bedingungen entspricht. Ersteintreffend aufgrund der räumlichen Nähe waren die Kräfte aus der Einheit Kleinenbremen-Wülpke; gefolgt von den Kräften der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Porta sowie der Einheit Holzhausen und der Fachgruppe Messen / CBRN-Erkunder-Bereitschaft.
Ein Mitarbeiter der Spedition mimte den aufgebrachten Anrufer und erteilte dem erst-eintreffenden Gruppenführer Auskunft über das Szenario. Es soll in der Lagerhalle zu einem Verladeunfall gekommen sein, bei dem ein schweres Fass mit einem Gefahrstoff von einer Palette auf einen Mitarbeiter gefallen ist und es dabei zusätzlich zu einem Stoffaustritt gekommen ist.
Ein erster Trupp mit umluftunabhängigem Atemschutz ging zur Menschenrettung und erweiterten Erkundung ins Gebäude vor. Parallel wurde das Gelände und der Verlade- / Zugangsbereich weiträumig abgesperrt sowie Vorbereitungen für die Errichtung einen Sofort-Dekontaminationsplatzes eingeleitet.
Die unter dem Fass eingeklemmte Person, simuliert durch eine spezielle Übungspuppe, konnte schnell ausgemacht und durch Muskelkraft von der Last befreit werden. Durch das Aufrichten des Fasses konnte ein weiterer Stoffaustritt eingedämmt werden. Aufgrund der begrenzten Schutzwirkung der von diesem Trupp getragenen Kleidung wurde die Person zügig ins Freie verbracht und dekontaminiert.
Die detaillierte Stofferkundung und ggf. eine Stoffbindung / Aufnahme erfolgte durch zwei Trupps in Chemikalien-Vollschutzanzügen. Hierbei kamen auch Messgeräte des CBRN-Erkunders zum Einsatz, um die von dem ausgetretenen Stoff ausgehenden Gefahren bestimmen zu können.
Das betroffene Fass wurde auf eine Palette umgelagert und zur Entsorgung / Übernahme durch eine Fachfirma aus dem Gebäude gebracht. Abschließend wurde noch die Dekontamination eines CSA-Trupps sowie das richtige und sichere Entkleiden einer Einsatzkraft aus einem CSA beübt.
Nach dem Übungsende erfolgte eine Nachbesprechung mit allen Beteiligungen Kräften, taktisches, operatives wie auch organisatorisches Verbesserungspotential diskutiert. Ein besonderer Dank gilt der Fa. MEYER-JUMBO Logistics GmbH & Co. KG, welche uns Ihren Standort für diese Übung zur Verfügung gestellt und bei der erfolgreichen Durchführung mitgewirkt hat!
Link zum Videobeitrag: Video – FW Porta ABC Einsatzübung MEYER JUMBO















